Die FAGUA ist der Freundeskreis des Museums für Vor –und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin

 

Letzte Aktualisierung: 09.07.2014 


 

Das Museum für Vor- und Frühgeschichte

 

Schon im 17. Jahrhundert faszinierten vorgeschichtliche Hügel- und Großsteingräber und besondere Funde, die in der eigenen Region entdeckt wurden, gelangten schon damals in die fürstlichen Kuriositätenkabinette.

 

Am Anfang des 19. Jahrhunderts begann dann der gezielte Aufbau eigener musealer Sammlungen. Unser bereits 1829 gegründetes Museum gehört zu den frühesten Einrichtungen weltweit. Mit dem „Vaterländischen Saal“ bewahrt das Neue Museum sogar den ältesten, für die Präsentation vorgeschichtlicher Objekte eigens ausgestatteten Saal.

 

Die Sammlungen wuchsen im 19. Jahrhundert schnell an. Schon bald wurden archäologische Objekte aus nahezu ganz Europa und den angrenzenden Teilen Asiens gesammelt, nur der Mittelmeerraum blieb der Antikensammlung vorbehalten. Bedeutende Persönlichkeiten wie Heinrich Schliemann und Rudolf Virchow taten sich als große Förderer des Museums hervor.

 

Der 2. Weltkrieg markiert einen schweren Einschnitt in der Museumsgeschichte. Die damals mit über 180.000 Exponaten größte Sammlung in Europa wurde schwer geschädigt. Die Bombardierung des Gropiusbaus vernichtete viele Objekte, die ausgelagerten Bestände wurden von den Siegermächten beschlagnahmt und gelangten später nach Ost- oder Westberlin zurück. Die wertvollsten Stücke werden allerdings bis heute als Beutekunst in Russland zurückgehalten.

 

Erst nach der Wiedervereinigung konnten die Bestände aus den Museen in Ost- und Westberlin zusammengeführt werden. Heute kann das MVF, ergänzt durch zahlreiche wertvolle Bestände aus der Nachkriegszeit, wieder an die alte Bedeutung anknüpfen und hat mit dem Neuen Museum, das es gemeinsam mit dem Ägyptischen Museum nutzt, einen wunderbaren Ort, um anhand einzigartiger Exponate faszinierende Einblicke in die europäische Geschichte von den Anfängen bis in das 20. Jahrhundert zu bieten.

 


 

Über den Freundeskreis

 


  

Den Freundeskreis für Alteuropäische Geschichte und Archäologie e. V. verbindet die Faszination und die Freude an der archäologischen Erforschung vergangener Epochen. Seine Mitglieder schätzen besonders die Begegnung mit den Originalen des Museums und die Vermittlung des archäologischen Wissens durch die Experten.

 

Dies ist einzigartiger Weise als Freundeskreis des Museums für Vor- und Frühgeschichte gegeben. Keine andere archäologische Sammlung bietet vergleichbare Einblicke in allen Epochen der Menschheitsgeschichte und in einen so großen und vielfältigen geographischen Raum.

 

Daher faszinieren besonders die Veranstaltungen, die aktuell und exklusiv den Mitgliedern die Teilhabe an den Forschungs- und Ausstellungsprojekten des Museums in direktem Gespräch mit den Forschern und Kuratoren ermöglichen.

 

Der Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte ist gleichzeitig Landesarchäologe von Berlin. Die regelmäßigen Grabungsbesuche mitten in der Hauptstadt binden die Mitglieder direkt in den spannenden Prozess der Wiederentdeckung des Berliner Mittelalters ein.

 

Einen besonderen Höhepunkt bildet im Sommer die Tagesfahrt zu archäologischen Denkmälern und Museen.